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Kalender symbolträchtiger rechtsextremistischer Daten

Teile der rechtsextremistischen Szene pflegen zu bestimmten symbolträchtigen Daten eine Erinnerungskultur, bei der auch jährlich wiederkehrend bestimmte Aktionen durchgeführt werden. Neonazistische Gruppen orientieren sich dabei stark an Personen und Ereignissen aus der NS-Zeit und nutzen sie als Aufhänger, um einseitige beziehungsweise revisionistische Geschichtsbilder zu vermitteln. Ebenso gibt es Frühlings- oder Sonnwendfeiern, die an vermeintlich jahrtausendealte bzw. heidnische Traditionen anknüpfen. Teilweise kommt es hier auch zu Überschneidungen der verschiedenen rechtsextremistischen Spektren.

Entsprechende Aktionen können auch am jeweiligen vorherigen oder nachfolgenden Wochenende durchgeführt werden; dies ist z. B. öfters der Fall, wenn ein symbolträchtiges Datum auf einen Wochentag fällt. Die nachfolgende Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, zumal Szene-Gepflogenheiten auch Wandlungen unterliegen. Die Daten werden von den verschiedenen Spektren der rechtsextremistischen Szene unterschiedlich genutzt. Darüber hinaus bedeutet die Nennung eines Datums nicht automatisch, dass an diesem auch regelmäßig öffentlichkeitswirksame Aktivitäten durch Rechtsextremisten in Bayern entfaltet werden oder in der Vergangenheit entfaltet wurden.

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee das NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Seit 1996 wird auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog der 27. Januar jährlich als offizieller Gedenktag in Deutschland begangen, der den Opfern nationalsozialistischer Gewaltherrschaft gewidmet ist. In der rechtsextremistischen Szene, in der die Verbrechen des NS-Regimes häufig verharmlost oder geleugnet werden, wird der Gedenktag als Ausdruck eines angeblich staatlich verordneten „Schuldkultes“ abgelehnt.

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Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt, was seine Partei, die NSDAP, als „Machtübernahme“ bzw. „Machtergreifung“ wertete. Das Datum markiert symbolhaft das Ende der Demokratie der Weimarer Republik mit dem Beginn des Ausbaus des NS-Führerstaates. Während der Zeit des Nationalsozialismus war der 30. Januar als „Gründungstag des Dritten Reiches“ ein Feiertag. In den Teilen der rechtsextremistischen Szene, die sich in der Tradition des historischen Nationalsozialismus sehen, kommt dem Datum heute noch ideelle Bedeutung zu.

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Am 11. Februar 1945 versuchten Einheiten der Waffen-SS aus der durch die Rote Armee belagerten ungarischen Hauptstadt Budapest auszubrechen. An diese Schlacht des Zweiten Weltkriegs erinnern ungarische Rechtsextremisten jährlich gemeinsam mit internationalen Gesinnungsgenossen als „Tag der Ehre“. Dabei findet auch ein Geländemarsch statt, der grob der damaligen Strecke des Ausbruchs ungarischer und deutscher Soldaten folgt. Bayerische Rechtsextremisten der neonazistischen Kleinstpartei Der Dritte Weg reisten in vergangenen Jahren anlässlich der Aktionen nach Ungarn.

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Zwischen dem 13. Februar und dem 15. Februar 1945 wurde Dresden durch alliierte Luftangriffe weitgehend zerstört. Rechtsextremisten veranstalten jedes Jahr einen Gedenkmarsch für die deutschen Opfer der Luftangriffe, an dem sich Szene-Aktivisten aus ganz Deutschland beteiligen. Die Bombardierung Dresdens wird oftmals als „Bombenholocaust“ bezeichnet. Mit dieser bewusst gewählten Vokabel wird eine Gleichsetzung mit dem Völkermord an den europäischen Juden vorgenommen, der so relativiert werden soll.

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Das „Heldengedenken“ im März geht auf den Nationalsozialismus zurück. Die Nationalsozialisten interpretierten dabei den zuvor in der Weimarer Republik praktizierten Volkstrauertag um, der ursprünglich den Gefallenen des Ersten Weltkriegs gewidmet war, und stellten die Heldenverehrung anstatt des Totengedenkens in den Mittelpunkt. Rechtsextremisten nutzen das Datum heute vorrangig, um Gefallenen der Waffen-SS und der Wehrmacht zu gedenken. Diese werden als Helden verklärt und als unschuldige Opfer der Alliierten dargestellt. Bayerische Rechtsextremisten begehen den „Heldengedenktag“ mit entsprechenden Aktionen, z. B. an Denkmälern oder Kriegergräbern. Im Herbst wird am Volkstrauertag ebenfalls „Heldengedenken“ durchgeführt.

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Jährlich um den 20. März markiert die Tagundnachtgleiche – das Datum, an dem Tag und Nacht etwa gleich lang sind – den kalendarischen Frühlingsbeginn. Die Feiern der rechtsextremistischen Szene stehen oftmals in Verbindung mit vermeintlichen vorchristlich germanischen Festen. Der Begriff „Ostara“ ist angelehnt an die wissenschaftlich nicht belegte Bezeichnung einer germanischen Gottheit und eine vermeintlich nach dieser benannten keltischen Frühlingstradition. Rechtsextremisten versuchen mit derartigen Unternehmungen auch, eine vorgeblich vorchristliche Erinnerungskultur zu pflegen. Die hierbei vermittelten historischen Motive sind jedoch größtenteils mystisch verklärt und durch Überhöhung des Germanentums geprägt.

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Am 20. April 1889 wurde der nationalsozialistische Diktator Adolf Hitler im österreichischen Braunau am Inn geboren. Rechtsextremisten, vor allem aus dem neonazistischen Spektrum, begehen deutschlandweit den so genannten „Führergeburtstag“ mit internen Feiern oder terminieren Szene-Veranstaltungen auf dieses Datum. Die Person Hitlers besitzt nach wie vor hohe Symbolkraft für Teile der rechtsextremistischen Szene; die untrennbar mit Hitler verbundene rassistische Ideologie dient für viele Rechtsextremisten weiterhin als politische Richtschnur.

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Der frühere Wehrmachtsangehörige Elstner verstarb Ende April 1995, kurz nachdem er sich auf den Stufen der Münchner Feldherrnhalle selbst angezündet hatte. Die Selbstverbrennung war politisch motiviert. In seinem Abschiedsbrief stellte Elstner, der revisionistisches Gedankengut vertrat, seinen Freitod in einen Zusammenhang mit der von ihm strikt abgelehnten Münchner Wehrmachtsausstellung, die über die Kriegsverbrechen der Wehrmacht informierte. Bayerische Rechtsextremisten veranstalten seit 2003 jährlich am 25. April in München eine Gedenkwache für den aus ihrer Sicht als Märtyrer gestorbenen Elstner.

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Der 1. Mai wurde in der Zeit des Nationalsozialismus zum gesetzlichen „Feiertag der nationalen Arbeit“ erklärt. Dadurch versuchte die NS-Führung, in der Arbeiterschaft die Sympathien für den Nationalsozialismus zu befördern. Rechtsextremisten in ganz Deutschland begehen den so genannten Arbeiterkampftag mit Szene-Veranstaltungen wie Kundgebungen. Dabei werden z. B. die Wirtschaftsordnung und die Sozialpolitik der Bundesrepublik propagandistisch angegriffen, häufig in Verbindung mit ausländerfeindlichen Inhalten. Bayerische Rechtsextremisten beteiligen sich an entsprechenden Aktionen außerhalb Bayerns oder entfalten eigene Aktivitäten im Freistaat.

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Am 8. Mai 1945 endeten die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges in Europa, nachdem am Vortag Vertreter der deutschen Streitkräfte eine bedingungslose Kapitulation erklärt hatten. Unter dem Motto „Wir feiern nicht!“ halten bayerische Rechtsextremisten, insbesondere von NPD und Der Dritte Weg, an Kriegsgräberstätten Gedenkveranstaltungen für deutsche Kriegsopfer ab. Das Kriegsende wird nicht als Befreiung, sondern als Ende der deutschen Souveränität angesehen.

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Am 8. Mai 1945 wurden zwölf Angehörige der Waffen-SS-Division Charlemagne im Bad Reichenhaller Ortsteil Karlstein nach einem missglückten Fluchtversuch hingerichtet. Diese nach Karl dem Großen benannte Waffen-SS-Division bestand überwiegend aus kollaborierenden französischen Freiwilligen, die am Ende des Krieges in der Gebirgsjäger-Kaserne in Bad Reichenhall interniert wurden. Bayerische Rechtsextremisten begehen seit mehreren Jahrzehnten organisationsübergreifend Anfang Mai eine Gedenkveranstaltung in Bad Reichenhall. Die geschichtsrevisionistische Verherrlichung der Waffen-SS ist in Teilen der rechtsextremistischen Szene nach wie vor identitätsstiftend.

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Im historischen Nationalsozialismus ließ man die angeblich altgermanischen Sonnenwendfeiern wiederaufleben. Sie wurden als offizielle Feiertage in die Symbolik von „Volk, Blut und Boden“ integriert, insbesondere durch die SS. In dieser Tradition führen Rechtsextremisten deutschlandweit und auch in Bayern zu diesem Datum Sonnwendfeiern als szeneverbindende kulturelle Veranstaltungen durch.

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Im Rahmen eines selbstinszenierten „Volkstrauertages“ werden seit 2014 jährlich schwarze Holzkreuze durch Rechtsextremisten bundesweit und organisationsübergreifend rund um den 13. Juli im öffentlichen Raum platziert. Damit soll an durch vermeintliche Ausländergewalt getötete Deutsche seit 1990 erinnert werden. Die Holzkreuze werden zum Teil versehen mit Inschriften wie „Deutsche Opfer – Fremde Täter“ und mit Personendaten wie den Vornamen konkreter Kriminalitätsopfer. So sollen Ängste vor Kriminalität geschürt und Ressentiments gegen Personen mit Migrationshintergrund verbreitet werden. Auch bayerische Rechtsextremisten beteiligen sich immer wieder an den Aufstell-Aktionen.

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Am 20. Juli 1944 versuchte eine Gruppe aus dem deutschen Offizierskorps Adolf Hitler durch eine Bombe zu töten. Das Attentat sollte der Auftakt zur Beendigung des NS-Regimes sein, die eine Widerstandsbewegung aus militärischen und zivilen Kreisen anstrebte. Hitler wurde jedoch nur leicht verletzt. In der Folge wurden etwa 5.000 Menschen hingerichtet, die den Widerstand unterstützt hatten oder dessen verdächtigt wurden. Anders als in der öffentlichen Wahrnehmung sehen viele Rechtsextremisten in den Widerstandskämpfern „Verräter“ und nutzen den Tag, um dieses Narrativ zu pflegen.

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Der am 26. April 1894 geborene Rudolf Heß war ein Nationalsozialist der ersten Stunde und Vertrauter Adolf Hitlers. Ab April 1933 fungierte er als „Stellvertreter des Führers“, stand was seinen realen Einfluss anging aber hinter anderen NS-Führungspersonen zurück. Am 10. Mai 1941 flog er auf eigene Faust nach Großbritannien. Dort wollte er einen Friedensschluss der Briten mit dem Deutschen Reich vorschlagen, um mehr Spielraum für den geplanten Russland-Feldzug zu schaffen. Es kam zu keinen Verhandlungen, Heß wurde direkt inhaftiert. Seine Aktion stieß im Dritten Reich auf tiefe Ablehnung, er wurde für psychisch krank erklärt. Nach Kriegsende wurde Heß von dem alliierten Kriegsverbrecher-Tribunal in Nürnberg verurteilt und in Berlin-Spandau inhaftiert. Am 17. August 1987 beging er dort im Alter von 93 Jahren Selbstmord. Teile der rechtsextremistischen Szene leugnen dies und verbreiten Verschwörungstheorien, wonach Heß ermordet worden sei. Seine letzte Ruhestätte befand sich im oberfränkischen Wunsiedel, bis das Grab 2011 aufgelöst wurde. Der Person Heß kommt eine ungebrochene Anziehungskraft in Teilen der rechtsextremistischen Szene zu. Heß wird als „Märtyrer des Friedens“, „Friedensflieger“ oder „längster Kriegsgefangener der Welt“ verklärt. Rechtsextremisten nutzen ihn als Ersatzfigur für Hitler, dem sie nicht öffentlich huldigen können, weil er das Grauen des NS-Regimes verkörpert. Dagegen wird Heß offensiv zu einem Sinnbild für Ehre, Pflichterfüllung und Opferbereitschaft stilisiert. Aufgrund gerichtlicher Entscheidungen wurden Veranstaltungen mit Bezug zu ihm in Wunsiedel untersagt. Aktionen zu einem allgemeinen Heldengendenken finden mittlerweile am Volkstrauertag im November statt.

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Am 23. September 1993 verstarb der Brite Ian Stuart Donaldson bei einem Verkehrsunfall in London. Er war Sänger der rassistischen Rechtsrock-Band Skrewdriver und Mitbegründer der neonazistischen „Blood and Honour“-Bewegung. Seiner Person kommt bis heute Kultstatus in der subkulturellen rechtsextremistischen Skinhead-Szene zu. Jedes Jahr werden in zeitlicher Nähe zu seinem Todestag in verschiedenen europäischen Ländern „ISD-Memorials“ genannte Gedenkveranstaltungen veranstaltet, meist Rechtsrock-Konzerte.

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Im Jahr 2013 wurde der zweiten Sonntag im September zum Bayerischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation erklärt. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges und in den Jahren danach mussten mehrere Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Die neonazistische Kleinpartei Der Dritte Weg begeht das Datum als „Heimatvertriebenen-Gedenken“ seit 2014 in Bayern mit eigenen Aktionen. Aktivisten besuchen Denkmäler und stellen Kerzen auf oder legen Kränze nieder. Sie wollen vor allem an die ehemaligen deutschen Ostgebiete erinnern, die sie in revisionistischer Manier als „noch immer völkerrechtswidrig besetzt“ bezeichnen.

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Im Dritten Reich war der erste Sonntag im Oktober als „Erntedanktag“ ein nationaler Feier- und Gedenktag. Von 1933 bis 1937 gab es eine zentrale offizielle Feier als Reichserntedankfest bei Hameln in Niedersachsen, bei der auch Adolf Hitler auftrat. Die Nationalsozialisten instrumentalisierten das aus christlicher Tradition stammende und im ländlichen Raum stark verankerte Erntedankfest im Sinne ihrer „Blut- und Boden“-Ideologie. Danach sei das Leben wesentlich durch zwei Elemente bestimmt: durch das Blut, also die rassisch gedachte Abstammung, und durch die „Scholle“, also den Boden als Lebensraum eines Volkes. Blut und Boden würden untrennbar zusammengehören. Der Bauernstand wurde in der NS-Propaganda idealisiert und zum Urquell des „deutschen Menschen“ erklärt. Zahlreichen NS-Größen hingen trotz der technologischen und industriellen Hochrüstung des Dritten Reiches dem imaginierten Idealbild eines bäuerlich-dörfisch geprägten Staates nach. Auch heute noch veranstalten Rechtsextremisten Erntedankfeste als interne Szene-Veranstaltungen. Dabei knüpfen sie an die „Blut- und Boden“-Ideologie des Nationalsozialismus an.

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Im Krisenjahr 1923 der Weimarer Republik mit Hyperinflation und politischen Unruhen plante Adolf Hitler von München aus einen Putsch gegen die Reichsregierung in Berlin. Nach dem Vorbild des italienischen Faschistenführers Benito Mussolini und dessen „Marsch auf Rom“ wollte er von München nach Berlin ziehen. Die erhoffte Unterstützung von nationalkonservativen Kreisen in Politik und Militär blieb aber aus. Einen Demonstrationszug von etwa 2.000 teils bewaffneten Putschisten stoppte die bayerische Landespolizei am 9. November 1923 am Münchner Odeonsplatz. Bei dem Zusammenstoß starben 20 Menschen, darunter 16 Putschisten. Sie wurden später von Hitler „Blutzeugen der Bewegung“ genannt. Im Dritten Reich wurde der 9. November zum „Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung“ erklärt. Rechtsextremisten gedenken heutzutage ihrer „Helden“ eher am 16. März, dem so genannten Heldengedenktag, sowie im November am Volkstrauertag.

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Der 9. November steht als Datum heute vor allem für die Reichspogromnacht. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es zu landesweiten Übergriffen gegen Juden, die vom NS-Regime organisiert wurden. Ihnen fielen etwa 400 Menschen zum Opfer; Synagogen, jüdische Friedhöfe, Geschäfte und Privatwohnungen wurden zerstört. Wegen der vielen zerschlagenen Fensterscheiben wurde das Pogrom zynisch „Reichskristallnacht“ genannt. Aufgrund des bei Rechtsextremisten verbreiteten Antisemitismus kommt dem Datum heute noch Bedeutung in Teilen der Szene zu.

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Seit 1952 ist der vorletzte Sonntag vor dem ersten Advent als Volkstrauertag ein staatlicher Gedenktag in Deutschland. Er dient dem Andenken an alle Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft. Rechtsextremisten nehmen den Volkstrauertag zum Anlass, um als „Heldengedenken“ ausschließlich der deutschen Gefallenen und Kriegsopfer beider Weltkriege zu gedenken. Andere Kriegstote werden bewusst ausgeklammert. Bayerische Rechtsextremisten begehen den Volkstrauertag mit eigenen Gedenk-Aktionen, z. B. werden Devotionalien an Kriegerdenkmälern und -gräbern abgelegt.

Seit 2014 organisiert die neonazistische Kleinpartei Der Dritte Weg federführend im oberfränkischen Wunsiedel eine groß angelegte „Heldengedenken“-Kundgebung. In Wunsiedel befand sich die letzte Ruhestätte des durch Rechtsextremisten bis heute verehrten Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß, bis das Grab 2011 aufgelöst wurde. Im März werden ebenfalls „Heldengedenken“ durchgeführt.

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Im historischen Nationalsozialismus ließ man die angeblich altgermanischen Sonnenwendfeiern wiederaufleben. Sie wurden als offizielle Feiertage in die Symbolik von „Volk, Blut und Boden“ integriert, insbesondere durch die SS. Zur Wintersonnenwende – die längste Nacht des Jahres – feierten die Germanen das „Jul“ als Opferfest für ihre Götter. Heutige Rechtsextremisten knüpfen bei ihrer Deutung des christlichen Weihnachtsfestes als Julfest an die Ideologie und den Germanenkult der SS an. In dieser Tradition führen Rechtsextremisten deutschlandweit Ende Dezember Veranstaltungen wie interne Feiern durch.

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