Linksextremistische Musik

Im Linksextremismus hat sich eine Hass-Musikszene etabliert, in der die Demokratie verächtlich gemacht sowie zur Selbstjustiz und zur Gewalt aufgerufen wird. Hassmusik mit linksextremistischen Bezügen kann man an keinem Musikstil festmachen, die Stilrichtungen bewegen sich von aggressivem Punk über Ska bis hin zu Reggae oder Hip-Hop. Häufig wird Musik im Rahmen der Vorbereitungen bzw. im Verlauf größerer Demonstrationen eingesetzt. Musikunterlegte „Mobilisierungs-Videos“ im Internet transportieren ideologische Positionen und sprechen damit vor allem jüngere Menschen an. 

Die Texte sind zum Teil extrem gewaltverherrlichend und rufen zur Gewaltanwendung gegenüber Polizeibeamten oder dem politischen Gegner auf. So heißt es zum Beispiel im Song „Staatsgewalt“ der linksextremistischen Band „Dr. Ulrich Undeutsch“ 

Doch wir können auch anders […] wir werden euch jagen […] wenn sich die Faust erhebt, werden wir euch prügeln bis keiner von euch steht

Die Band propagiert nicht nur Gewalt, insbesondere gegen Polizeibeamte, sondern ruft auch Dritte explizit zu gewalttätigen Handlungen, auch unter Einsatz von Waffen, gegen Andersdenkende auf. Im Lied „Aufruf“ appelliert die Gruppe:

wo sind eure Geistesblitze
die des Staates Ordnung schlitzen
Nun steh doch endlich auf
nimm Unbequemlichkeit in Kauf
schmeiß das Kriegsspiel in den Schrank
und nimm selbst Waffen in die Hand
Und erheb sie gegen die, die dich stetig gängeln
die dich andauernd in die Ecke drängen
sind es Nazis. ist’s die Politik

Auch als Einnahmequelle ist die Musik für Linksextremisten von erheblicher Bedeutung. Die erwirtschafteten Gelder dienen dazu, die eigenen Aktivitäten oder die Verteidigung von Szeneangehörigen in Strafprozessen zu finanzieren.