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Zahlen und Statistik

Anzahl der Extremisten in Bayern 2020
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Das rechtsextremistische Personenpotenzial in Bayern belief sich Ende 2020 auf insgesamt 2.770 Personen. Dies entspricht einem Zuwachs von 200 Personen im Vergleich zum Vorjahr (2019: 2.570). Die Zahl der Neonazis erhöhte sich leicht auf 700 Personen (2019: 680).

Das Kategoriensystem zur Erfassung des rechtsextremistischen Personenpotenzials wurde im Jahr 2017 überarbeitet. Unterschieden werden die drei Kategorien

  • Parteien,
  • parteiunabhängige bzw. parteiungebundene Strukturen
  • sowie weitgehend unstrukturiertes rechtsextremistisches Personenpotenzial.
Rechtsextremistisches Personenpotenzial 2020
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Entwicklung extremistisch motivierter Gewalttaten in Bayern 2020
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Rechtsextremistische Straftaten 2020
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Im Jahr 2020 wurden in Bayern 81 rechtsextremistisch motivierte Gewaltdelikte registriert (2019: 61). Dabei handelt es sich überwiegend um Körperverletzungsdelikte. Von den 81 Gewalttaten waren 68 (2019: 48) fremdenfeindlich motiviert. Bei sechs der Gewaltdelikte lag eine antisemitische Motivation zugrunde (2019: 5). Insgesamt konnten 69 Gewalttaten aufgeklärt werden, dabei wurden insgesamt 73 Tatverdächtige ermittelt, darunter sieben Frauen. Wie im Jahr 2019 gehört mit 69 Personen die überwiegende Zahl der Tatverdächtigen der Altersgruppe über 21 Jahre an, zwei der Tatverdächtigen gehören zur Altersgruppe 17-21 Jahre, zwei weitere Tatverdächtige waren jünger als 17 Jahre.

In Bayern wurden 2020 insgesamt 2.371 (2019: 2.042) sonstige rechtsextremistische Straftaten (ohne Gewalttaten) sowie ein Delikt der Bildung einer kriminellen Vereinigung gezählt. Davon waren 938 fremdenfeindlich (2019: 733) und 297 antisemitisch motiviert (2019: 261). In den meisten Fällen handelte es sich um Propagandadelikte (2020: 1.414; 2019: 1.324), aber u. a. auch um Volksverhetzung (2020: 597; 2019: 442) und Sachbeschädigungen (2020: 67; 2019: 60).

Volksverhetzungsdelikte richteten sich insbesondere gegen Migranten, vermeintlich „ausländisch“ aussehende Bürger sowie gegen Menschen jüdischen Glaubens. Häufig sind diese Straftaten verbunden mit einem gewalttätigen Vorgehen der Täter.

Propagandadelikte machen nach wie vor den Großteil rechtsextremistischer Straftaten aus. Beispielsweise wurden Hakenkreuze auf Wände und Fahrzeuge gesprüht beziehungsweise geritzt und Parolen wie „Heil Hitler“ und „Sieg Heil“ gerufen. Zu den Propagandadelikten zählen auch neonazistische Grafiken, Filme und Lieder, die zu Propagandazwecken über Messenger-Dienste oder soziale Medien verbreitet werden.

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