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Rechtsextremismus
Studie zur deutschen Terrorgram-Szene vorgestellt
Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg führte gemeinsam mit den Generalstaatsanwaltschaften Stuttgart und München eine umfassende kriminologische Auswertung von Ermittlungsakten zur sog.„Terrorgramszene“ durch

In dieser weltweit ersten kriminologischen Studie konnten wichtige Erkenntnisse über diese rechtsextremistische Szene, die sich über das Netz organisiert und radikalisiert, gewonnen werden. Die Szene wird hierbei als äußerst gewalt- und terrorbereit bewertet. Die Akteure hinter den digitalen Terror-Netzwerken sind im Durchschnitt 16 Jahre alt und vollziehen eine extreme „Blitzradikalisierung“, die bei jedem Zweiten weniger als ein Jahr dauert. Besonders im Fokus der Studie steht die psychische Disposition: Bei über 90 Prozent der untersuchten Fälle wurden diagnostizierte psychische Erkrankungen oder schwere Auffälligkeiten festgestellt. Die meisten Personen sind familiär vernachlässigt und sozial desintegriert. Trotz einer hohen Gewaltbereitschaft und bereits fortgeschrittenen Vorbereitungen, wie der Waffenbeschaffung, konnten drei Viertel der Fälle durch die effiziente Arbeit der Sicherheitsbehörden frühzeitig identifiziert und Taten verhindert werden.
Weitere Informationen der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE) zur Radikalisierung von Jugendlichen können hier nachgelesen werden. Auch das Bayerische Aussteigerprogramm bietet Hilfe beim Ausstieg aus einer extremistischen Szene an, scheuen Sie sich nicht, sich an uns zu wenden.